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9.- 11. Juli 2010

Wann kommt er? Welche Vögel bringt er mit? Kaum war das Göhrener Dorffest angekündigt, da klingelte bei Bürgermeister Roberto Bauer (Feuerwehr) auch schon das Telefon. Schließlich gab es Vorführungen eines richtigen Falkners bislang noch nie in Göhren.
Entsprechend groß war der Zuspruch schon am Freitagabend zum Festauftakt. „Wir hatten den Falkner extra erst für abends bestellt, da ging es mit den Temperaturen“, berichtet Roberto Bauer. Auch er war vom Zuspruch überrascht. „Es war aber auch toll, was uns da geboten wurde.“ Ob Waldohreule, Steinkauz oder Falken beim Flugversuch – Tiertrainer Hans-Peter Schaaf begeisterte nicht nur die Kinder. Auch die Erwachsenen erhielten einen interessanten Einblick in die Welt der Greifvögel und Eulen.

Positiv fällt das Resümee des Bürgermeisters auch für die anderen Tage aus – auch wenn wegen der Gluthitze nicht ganz so viele Dorfbewohner kamen wie in den anderen Jahren. „Nicht nur im Festzelt herrschten ja zeitweise über 40 Grad. Dennoch sind wir sehr zufrieden“, meint der Bürgermeister rückblickend.
Einige Programmpunkte waren natürlich besser besucht als andere, räumte er ein. So ein Höhepunkt war die Aufführung der Faschingstruppe, die zur besten Kaffee-Zeit die Gäste vortrefflich unterhielt, und zwar mit dem Göhrener Fernseh-Garten. Die Truppe besteht aus rund 25 Männern und Frauen und arbeitet nun schon fast zehn Jahre zusammen. Irgendwann hatte sie die Idee, Teile des mit viel Aufwand aufgestellten Faschingsprogramms auch zum Dorffest zu zeigen. „Sehr zur Freude unserer Senioren“, sagt Roberto Bauer, selbst Mitglied.
Ungeachtet der Temperaturen wurden auch Sportwettkämpfe ausgetragen. Jeweils vier Mannschaften traten bei den alten Herren und bei der Jugend im Fußball an. Und der Pokal blieb beides Mal in Göhren.
Doch einen kleinen Wermuttropfen gab es am Wochenende. Der für Sonntagabend geplante Start eines Heißluftballons fiel, wie schon im vergangenen Jahr, aus. Diesmal war es viel zu heiß. Doch da gegen 20.30 Uhr das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft über die extra aufgestellte Riesen-Video-Leinwand flimmerte, war der Ballon rasch vergessen.
Auch die finanzielle Bilanz des Festes lässt den Bürgermeister ruhig in den Urlaub fahren. „Wir haben auf jeden Fall die Unkosten rein“, sagt er. Dabei mussten Erwachsene für zwei Tage nur 2,50 Euro Eintritt zahlen. Vor allem aber sei es wieder gelungen, Sponsoren aus der Gemeinde und der Umgebung zu gewinnen, bedankt er sich.
In Göhren hat die Gemeinde den Hut fürs Dorffest auf. Doch ohne die fleißigen Helfer aus dem Feuerwehr- und Sportverein geht auch dort nichts. Und so gab es am folgenden Dienstag für alle Helfer noch eine zünftige Dankeschön-Feier.

Edeltraud Peschel (OVZ)

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